Drucken
Zugriffe: 2566

Ein Projekt ungewöhnlich großen Ausmaßes nahm der Musikverein Velen in diesem Jahr in Angriff. Dafür musste selbst das traditionelle Frühjahrskonzert ausfallen.

Als Teil des 25-jährigen Jubiläums des Sporthotels Schloss Velen sollte im Schlossinnenhof Carl Orffs Carmina Burana aufgeführt werden, in der Fassung für Sopran, Tenor, Bariton, zwei Klaviere, gemischten Chor, Kinderchor und Blasorchester von Juan Vincente Mas Quiles. Den Chorpart übernahm hierzu der Konzertchor des städtischen Musikvereins Coesfeld.

 

Das Jubiläum am 7. Juli sollte jedoch nicht die einzige Aufführung sein. Die Premiere für Chor und Orchester fand bereits am 15. Juni im Coesfelder Konzerttheater statt. Viel wurde im Vorfeld geprobt - mit dem ganzen Orchester, in einzelnen Registern und mit dem Chor gemeinsam. Erst bei der Generalprobe zur Premiere kamen dann die Solisten und der Kinderchor dazu.

Das Orff’sche Werk stellte sich als große Herausforderung für die Musiker heraus. Die Fassung für Blasorchester wurde 1994 von Juan Vincente Mas Quiles für Blasorchester arrangiert. Das gesamte Material hierfür wurde beim Schott Verlag geliehen.

Unterstützung bekam das Velener Orchester von den beiden Pianistinnen Elena Lebedeva und Veronika Maximovas. Die Soloparts übernahmen drei professionelle Solisten (Daniela Stampa -Sopran-, Bernd Könnes -Tenor- und Jens Hamann (Bariton) bei der Premiere in Coesfeld sowie Juan Fernando Gutierez (Bariton) bei der Aufführung in Velen. Für den Part des Kinderchores, im Original übrigens ein Knabenchor, konnte der Jugendchor St. Martinus aus Nottuln gewonnen werden.

Nach intensiver Probenarbeit unter Markus Wellermann, Dirigent des sinfonischen Blasorchesters, und Armin Klaes, Dirigent des Chores, der als Konzertmeister die Gesamtleitung bei den Aufführungen übernommen hatte, wurden dann schlussendlich zwei wunderbare Konzertabende auf die Bühne gebracht.

Die Aufführungen fanden großen Beifall beim Publikum und alle Beteiligten konnten für dieses Projekt eine wirklich positive Bilanz ziehen. Ein Projekt, dass allein schon aus organisatorischen, logistischen und finanziellen Gründen – nicht zuletzt aber wegen der doch sehr anspruchsvollen Musik – eher außergewöhnlich bleiben wird. Eigens für die Carmina Burana hatte das Orchester Röhrenglocken, eine große Konzertbasedrum und entsprechend große Konzertbecken angeschafft.

Nach einer anstrengenden Zeit, in der das Orchester natürlich auch die alltäglichen Aufgaben wie Schützenfeste und andere Auftritte im Jahresplan nicht vernachlässigen durfte, freuen sich die Musiker nun auf neue Aufgaben bei der Vorbereitung der Advent- und Weihnachtsmessen sowie dem Frühjahrskonzert im Jahr 2014.